Während des Umzugs sind wir telefonisch oder per E-Mail nur schlecht zu erreichen – bitte versuchen Sie es erst wieder ab dem 02.03.2026 Danke!
Wir freuen uns sehr, Sie bald wieder in unseren eigenen Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen.
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Milchzähne sind besonders empfindlich und erfüllen eine wichtige Aufgabe als Platzhalter für die bleibenden Zähne und sind wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes. Ihr Kind braucht sie zum Lachen, Sprechen und Kauen. Die hintersten Milchbackenzähne fallen erst mit 12 bis 13 Jahren aus.
Leider messen viele Eltern und sogar manche Zahnärzte den Milchzähnen zu wenig Bedeutung bei.
Kariöse Milchzähne stecken im Laufe der Zeit die neuen Zähne an – besonders die mit 6 Jahren bereits durchbrechenden ersten bleibenden Backenzähne. Chronische Entzündungen, wie sie von fistelnden Milchzähnen ausgehen, beeinträchtigen die gesamte Abwehrlage des Kindes.
Unsere Bitte an Sie, liebe Eltern: Kommen Sie rechtzeitig zu uns. Warten Sie nicht, bis Ihr Kind Schmerzen hat. Sonst könnte es passieren, dass die Milchzähne nicht mehr erhalten werden können.
Um Ihnen so schnell wie möglich den nächsten Termin anbieten zu können, halten wir nach dem nächsten freien Termin Ausschau – eben dort, wo ein Arzt frei ist. Mittels regelmäßiger interner Schulungen stellen wir sicher, dass alle Behandler bei uns einheitlich dem Praxiskonzept folgen.
Wünschen Sie einen dennoch festen Behandler, können unter Umständen längere Wartezeiten die Folge sein. Selbstverständlich entsprechen wir aber Ihrem Wunsch und vermerken dies auch in der Kartei.
Bitte beachten Sie auch, dass wir eine Ausbildungspraxis sind. Das heißt, bei uns eignen sich bisher nicht spezialisierte Zahnärzte alle fachspezifischen Anwendungen im Bereich der Kinderzahnheilkunde an. Viele junge Zähnärzte nutzen dann die gewonnen Kenntnisse Ihrer Assistenzzeit, um sich selbstständig zu machen. Es wird also immer mal wieder vorkommen, dass Ihnen bei unseren Ärzten ein neues Gesicht begegnet.
Bedingt schon. Eltern können an Ihre Kinder Bakterien übertragen. Zum Beispiel durch das Ablecken von Löffeln oder dem Schnuller.
Diese Bakterien verursachen im Mund Karies, wenn sie den Zucker aus Nahrungsresten in Säure verwandeln und damit den Zahnschmelz angreifen. Daher ist es wichtig, dass auch Eltern auf ihre Mundhygiene und regelmäßige Prophylaxe achten, um das Übertragungsrisiko von Bakterien an ihre Kinder zu verringern.
Sind erstmal die Milchzähne kariös infiziert, stecken sie im Laufe der Zeit auch die neuen Zähne an. Das betrifft besonders die mit 6 Jahren bereits durchbrechenden ersten bleibenden Backenzähne. Aus diesem Grund müssen kariöse Milchzähne unbedingt behandelt werden.
Mehr über frühkindliche Karies erfahren Sie in unserem Blog.
Der absolute Renner auf dem Lebensmittelmarkt sind derzeit die sogenannten „Quetschies“, zuckerhaltige Fruchtpürees in Quetschbeuteln. Die kommen nicht nur bei den Kindern gut an, weil sie lecker sind und Spaß machen, sondern vor allem auch bei den Eltern, die glauben, ihren Kindern mit vielen Vitaminen etwas Gutes zu tun. Damit werben zumindest die Hersteller wie zum Beispiel Schwartau, Alete, Hipp und andere namenhafte Firmen. Oft findet man auf der Packung der „Quetschies“ zwar Warnungen wie: „Häufiges und dauerndes Umspülen der Zähnchen mit Fruchtpüree aus dem Beutel kann schwere Zahnschäden (Karies) verursachen“ (Hipp GmbH, 2016), dennoch werden die Produkte schon für Kinder ab einem Alter von einem Jahr empfohlen.
„Quetschies“ enthalten zwar Vitamine, aber bei weitem nicht so viele wie frisches Obst. Außerdem entfällt, anders als bei frischem Obst, der natürliche Abriebeffekt an den Zähnen, eine natürliche Art der Zahnreinigung. Am allerwichtigsten ist uns aber, vor dem Fruchtzucker und den Säuren, die in „Quetschies“ enthalten sind, zu warnen. Ein „Quetische“ kann bis zu 17,7 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten, das sind stolze 6 Stück Würfelzucker. Bei so einer geballten Zuckerladung gepaart mit dem Saugansatz, der den Inhalt geradewegs auf die Zähne lenkt, ist die Karies fast vorprogrammiert. Diese Art von Karies gibt es leider aufgrund unzureichender Ernährungsaufklärung der Eltern so häufig, dass sie bereits einen eigenen Namen hat, die „Saugflaschen-Karies“ oder auf Englisch „nursing bottle syndrome“. Der pH-Wert der Produkte, der die Stärke der enthaltenen Säuren angibt, liegt zwischen 2 und 3 und ist damit ungefähr vergleichbar mit der Ortho-Phosphorsäure, welche wir bei Füllungstherapien zum Ätzen der Zahnoberfläche verwenden. Da ist es logisch, dass die regelmäßige Kombination aus viel Zucker und starken Säuren den Zahnschmelz schneller erweichen lässt, als man mit den Zahnarztbesuchen hinterherkommen kann. Hinzu kommt, dass der Saugansatz, der oft zu lange zwischen den Zähnen gehalten und gelutscht wird, das Kieferwachstum behindert und zu Zahnfehlstellungen führt, die man später nur noch durch aufwendige kieferorthopädische und oft auch logopädische Behandlungen in den Griff bekommt.
Andere Länder sind uns, was die Aufklärung über Quetschies angeht, weit voraus. In England warnen sogar Tageszeitungen mit den Worten: „Squeezable fruit purees are a sweet snack, but could rot kid’s teeth, dentists warn“, auf Deutsch: “Quetschbare Fruchtpürees sind ein süßer Snack, aber lassen Kinderzähne verrotten, Zahnärzte warnen vor ihnen” (Miller, Daily News, 2013). Auch die Amerikanische Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (AAPD) warnt besonders an Festtagen wie Halloween vor derartigen Snacks. In Deutschland ist das Bewusstsein über Kariesgefahr in „Quetschies“ immerhin schon in den Verbraucherzentralen angekommen. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen testete dieses Jahr verschiedene Produkte und stellte fest: „Regelmäßiges Nuckeln an Quetschies kann Karies verursachen, weil die Zähne vom Fruchtpüree umspült werden“ (2016a).
Viele Eltern glauben, mit der gelegentlichen Gabe von „Quetschies“ als Snack für unterwegs nichts anrichten zu können, da sie selbst noch viel regelmäßiger zuckerhaltige- und säurehaltige Lebensmittel zu sich nehmen und nur selten dadurch direkt Zahnprobleme bekommen. Was diese Eltern nicht wissen, ist, dass der Zahnschmelz-Mantel der Milchzähnchen völlig anders aufgebaut ist als der an Erwachsenenzähnen. Bei bleibenden Zähnen müssen die Säuren sich durch eine Schmelzschicht von mehreren Millimetern fressen, bevor sie ins weiche Zahninnere gelangen. Bei Milchzähnen ist diese Schutzschicht an vielen Stellen nicht einmal halb so dick. Zusätzlich ist der Schmelz von Milchzähnen aus chemischer Sicht weniger hart. Was also bei Erwachsenen eine verzeihliche Schwäche in der gesunden Ernährung ist, ist bei Kindern eine echte Gefahr. Der letzte Wackelzahn geht in der Regel erst mit zwölf Jahren oder sogar noch später verloren. Kinder, die schon als Zweijährige schwere kariöse Läsionen aufweisen, haben keine Chance, ihre Milchzähne bis dahin behalten zu können und nicht selten bleiben sie bis zum Durchbruch der bleibenden Zähne (also viele lange Jahre) komplett zahnlos. Daraus resultieren nicht nur Probleme bei der Nahrungsaufnahme und der Sprachentwicklung, sondern häufig auch psychische Leiden.
Wir bitten Sie als verantwortungsbewusste Eltern also dringend: Vermeiden Sie Zucker- und Säurebomben wie die „Quetschies“ oder auch Apfelschorlen und Eistees in Nuckelflaschen gänzlich! Achten Sie darauf, immer NACH dem Essen die Zähnchen zu putzen und kommen sie halbjährlich zur zahnärztlichen Untersuchung, sodass eventuelle Zahnschäden rechtzeitig erkannt und behoben werden können.
Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben oder Tipps für die Zahnpflege und Ernährung zu Hause brauchen, sprechen Sie uns gern bei Ihrem nächsten Termin an.
Ihre Kinderzahnarztpraxis Dr. Melanie Elger
(anlässlich des aktuellen Berichts „Obst kauen statt quetschen“ in „Zahnärztliche Mitteilungen“, Ausgabe 01.09.2016, Nr. 17)
Die allgemeine Wirksamkeit von Fluorid als Vorsorge gegen Karies ist zum Glück heutzutage wissenschaftlich belegt und führt nicht mehr zu Diskussionen zwischen Ärzten und Zahnärzten. Es steht fest, dass Fluorid ist eines der wichtigsten Mittel zur Vermeidung von Karies ist. Koch und Lindhe führten bereits in den 60er und 70er Jahren Versuche durch, bei denen Schulkindern regelmäßig mit fluoridierter Zahnpasta die Zähne geputzt wurden. Zu jener Zeit war fluoridierte Zahnpasta in den privaten Haushalten noch weitgehend unbekannt. Die Versuche bewiesen, dass diese Maßnahme zu einer nachweislichen Besserung der Mundhygiene und vor allem einer Reduzierung der Kariesaktivität der Kinder im Vergleich mit Kindern führte, die nicht mit fluoridierter Zahnpasta putzen (siehe “Long-Term Study of Effect of Supervised Toothbrushing with a Sodium Fluoride Dentifrice” – Koch, Lindhe et al.). Weiterhin umstritten ist die Gabe von Fluoridtabletten an Kinder.
Kinderärzte empfehlen häufig für die ersten Lebensjahre Tabletten, um einem eventuellen Vitamin-D-Mangel bei Kindern vorzubeugen. Zusätzlich war man lange Zeit überzeugt, diesen Kindern auch Fluoride in Tablettenform zuführen zu müssen, um schon früh Karies zu vermeiden. Als praktische Maßnahme wurden daher Tabletten mit Vitamin-D und Fluoriden als Kombination entworfen, welche noch immer von vielen Kinderärzten standardmäßig empfohlen werden.
Aus der Sicht der Kinderärzte ist diese Empfehlung auch gerechtfertigt, da für sie in erster Linie die Vitamin-D-Ergänzung wichtig ist. Der tatsächliche Sinn und Zweck der zusätzlich enthaltenen Fluoride fällt allerdings eher in den Kompetenzbereich der Zahnärzte, die wenig von Fluorid-Ergänzung in Tablettenform halten. Verständlicherweise führt dieser Umstand sehr oft zu Verwirrung und Verzweiflung der Eltern, die nicht mehr wissen, wem sie ihr Vertrauen schenken sollen. Bei etwas so Wichtigem wie der Gesundheit der eigenen Kinder sollte absolute Klarheit herrschen und Vertrauen in den behandelnden Arzt und Zahnarzt vorhanden sein.
Aus diesem Grund widmen wir uns in diesem Artikel der genauen Aufklärung über Fluoride und wie sie eingesetzt werden sollten, um ihre optimale Wirkung entfalten zu können.
Fluorid ist ein Spurenelement, welches als Baustein in die Zahnhartsubstanz eingebaut werden kann und somit den Zahn resistenter gegen Säuren und Karies macht (siehe „Fluoride – Wirkungsmechanismen und Empfehlungen für deren Gebrauch“ – Hellwig et al., veröffentlicht in ZMK, 17.12.2013). Es wird auf natürliche Weise in Bergwerken in Mexiko, China und den USA abgebaut und landet in unserer Zahnpasta und anderen fluoridhaltigen Produkten – auch in Tabletten.
Fluoridtabletten werden relativ schnell von den Kindern zerkaut und geschluckt. Das Fluorid gelangt so über die Magenschleimhaut in den Blutkreislauf und wirkt „systemisch“, also von innen auf den ganzen Körper. Der Ort, an dem das Fluorid gebraucht wird, nämlich die Zahnoberfläche, wird so leider nicht erreicht. Hinzukommend kann Fluorid, wenn es von innen in den Zahn eingebaut wird und zu hoch dosiert ist, zu sogenannten Fluorosen führen, weiß-gelblichen Flecken auf den Zähnen, die ein ästhetisches Problem darstellen können und die Substanz des Schmelzes eher schwächen als stärken. Die Fluoridtabletten können also nur positiv wirken, wenn sie nicht gekaut und schnell geschluckt, sondern ausschließlich gelutscht werden und so lange direkt auf den Zähnen wirken können. Die Erfahrung zeigt, dass dies bei kleinen Kindern in der Regel nicht durchführbar und auch schwer kontrollierbar ist. Einfacher ist es da, festzulegen, gar keine Fluoridtabletten zu geben, sondern nur auf die lokal zugeführten Fluoride zu vertrauen, die kontrollierbarer sind und aufgrund ihrer Applikation direkt auf den Zähnen eh eine bessere Wirkchance haben.
Leider gibt es noch keine offizielle Leitlinie, die als Empfehlung der gesamten Ärzte- und Zahnärzteschaft mitgeteilt wurde. Immerhin werden diese Erkenntnisse schon in Fachzeitschriften publiziert und hoffentlich unter Kollegen weitergegeben. Kinderärzte sollten bei Bedarf am besten reine Vitamin-D-Tabletten ohne zusätzlichen Fluoridgehalt empfehlen. Hilfreich wäre es zusätzlich, wenn sie darauf hinweisen würden, dass auch Kinder regelmäßig zum Zahnarzt gehen müssen, um dort die Zähne prophylaktisch mit Fluoridlacken behandeln zu lassen. So wäre gleichzeitig sichergestellt, dass kein Kind durch das Raster der zahnärztlichen Untersuchung fällt, was leider häufig passiert, wenn die Eltern nicht von dem Kinderarzt auf diese Notwendigkeit aufmerksam gemacht werden.
Wann Fluorid und wieviel?
| Alter des Kindes | Putzempfehlung |
| Bis zwei Jahre: | Morgens: Putzen mit Wasser
Abends: Putzen mit Kinderzahnpasta (für unter 6-Jährige) |
| Zwei Jahre bis zum ersten bleibenden Zahn: | Morgens und abends mit Kinderzahnpasta putzen (für unter 6-Jährige) |
| Ab dem ersten bleibenden Zahn: | Morgens und abends mit Juniorzahnpasta putzen (für ab 6-Jährige) |
| Erwachsenenzahnpasta sobald sie schmeckt (der Fluorid-Gehalt ist der gleiche wie in der Juniorzahnpasta |
Wenn Sie Fragen zu diesem oder einem anderen Thema haben, sprechen Sie uns gern bei Ihrem nächsten Besuch darauf an!
Ihre Kinderzahnarztpraxis Dr. Melanie Elger
(anlässig des aktuellen Artikels „Kinderärzte oder Zahnärzte: Wer hat Recht beim Thema Fluoridtabletten für Kinder? Nüchterne Betrachtungen zur Auseinandersetzung“ in „Z-2000 – Das Magazin für Zahnmedizin und Kultur in der Metropol-Region Hamburg“, Ausgabe Nr.3, Aug-Okt. 2016)
Sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, sollte es losgehen. Am Anfang genügt es, wenn Sie einen Fingerling aus Frottee oder Microfaser zum Putzen benutzen. Wenn Ihr Kind dann ein paar Zähne mehr hat, können Sie mit einer weichen, kleinen Kinderzahnbürste nachputzen.
Außerdem empfehlen wir den Einsatz von fluoridhaltiger Kinderzahnpasta. Eine etwa erbsengroße Menge genügt vollkommen.
Wenn Sie mehr über die Wirkung von Fluorid erfahren möchten, schauen Sie doch mal in unserem Blog vorbei.